08.10.2014 13:21

Sachstandbericht der Stadt Saarlouis zum "Ostring Fraulautern"

Bericht an die Mitglieder - Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt

Geplante Ostumgehung

Sachstand Ostring - OU Fraulautern

Die Verwaltung berichtete dem Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Umwelt am 07-10.2014 folgendes:

Mit Beschluss des Stadtrates vom 13.12.2013 wurde die Verwaltung beauftragt, die Ortsumgehung Fraulautern (OU Fraulautern) als Gemeindestraße bzw. in Gemeinderegie herzustellen. Bislang wurde davon ausgegangen, dass die Ortsumgehung (OU Fraulautern) als Bundesstraße vom Landesbetrieb für Straßenbau (LFS) projektiert und gebaut wird. Die OU war bzw. ist weiterhin in der Bedarfsplanung des aktuellen Bundesverkehrswegeplans (2003) verzeichnet. Grundlage ist ein damaliger Linienfindungsplan. Dies wird auch in einem Projektstands Bericht der saarländischen Regierung (Schreiben des Wirtschaftsministeriums vom 06.08.2014) so dargelegt. Weiterhin heißt es, dass im Rahmen der Fortschreibung zum Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP 2015) geplant ist, dass von der Landesregierung ein aktualisierter Trassenplan der OU Fraulautern zum BVMP 2015 angemeldet wird. Bei dieser Planung des LFS wird die Trasse östlich um das Fraulauterner Gewerbegebiet Ost herum geführt. Die Anbindung an die B51 neu ist in gerader Verlängerung des (südlichen) Ostrings vorgesehen.

Abweichend vom Trassenplan des LFS zur OU Fraulautern stellt sich die Routenführung der städtischen OU wie folgt dar (Anlage): Von der B405 (Lebacher Straße) bzw. der A8 kommend verläuft die Route über den nördlichen Teil des Ostringes, dann durch das Gewerbegebiet Ost, weiter über die Bergtransportstraße, quert die L343 (Hülzweiler Straße) bzw. schließt dort an, um dann über den südlichen Teil des Ostrings an die B51 alt (Saarbrücker Straße) anzubinden. Um an die B51 neu anzuschließen, müsste noch die Bahnstrecke gequert werden. Straßenplanerisch wurde in einem Vorentwurf bereits festgestellt, dass die Bergetransportstraße an einer fahrdynamisch kritischen Stelle (enge Kurve) ertüchtigt werden (ca. 200 m Streckenlänge) müsste. Da der vorhandene Stecken Abschnitt der Bergetransportstraße auf Höhe der Funktionsgebäude der Bundeswehr auf dem Panzererprobungsgelände gemäß deren Vorgabe nicht zur Verfügung steht, müsste dieser Stecken Abschnitt als Neubaustrecke jenseits dieser Gebäude neu hergestellt werden (ca. 500 m Streckenlänge). Damit wäre die physische Verbindung zwischen B405 (Lebacher Straße) und B51 alt (Saarbrücker Straße) gegeben.

Zurzeit laufen gemäß Beschluss des ASBU vom 19.02.2014 die verkehrsplanerischen Untersuchungen und verkehrstechnischen Planungen zur Anbindung der Neubaustrecke an die L343 (Hülzweiler Straße). Die Ergebnisse dienen zur Abstimmung mit dem LFS bzw. zur Genehmigung des Projektes durch das LFS, der Baulastträger der von der städtischen Maßnahme betroffenen L343 ist. Das Einverständnis des LFS ist außerdem Grundlage zur Beantragung von Fördermitteln. Als erste konkrete Maßnahme zu Umsetzung der (städtischen) OU Fraulautern müsste nach hiesiger Meinung die Ertüchtigung der Einmündungen des Ostring/Saarbrücker Straße und Ostring/Hülzweiler Straße erfolgen.

Schließlich müsste der Verkehr aus der erwarteten bzw. erstrebten Verkehrsverlagerung über diese Knotenpunkte geleitet werden, sodass diese Knotenpunkte zum Zeitpunkt der Verkehrsverlagerung als funktionsfähige Straßennetzelemente zur Verfügung stehen sollen. Aus den Überlegungen bzw. Planungen zur Verlagerung des Durchgangsverkehr von und nach Hülzweiler existieren bereits konkrete Vorschläge: Für diese Bereiche liegen Vorentwürfe eines Kreisverkehrs sowie eine abknickende Vorfahrt vor. Diese sollen im Zuge der Planungen zur OU weiter verfolgt werden. Zeitlich unmittelbar folgend sollte der Lückenschluss auf Höhe des Panzererprobungsgeländes hergestellt werden.

Da insbesondere der Einmündungsbereich Ostring/Saarbrücker Straße zur Gänze auf Ensdorfer Gemarkung liegt, wären hier besondere Anstrengungen zur baurechtlichen und organisatorischen Durchsetzung der Maßnahme erforderlich. So müssten vertragliche Vereinbarungen über die Baurechtserlangung, den Bau und die Unterhaltung mit der Gemeinde Ensdorf abgeschlossen werden. Insofern ist es wünschenswert, wenn die erforderlichen Flächen zur Stadt Saarlouis gehören würden. Im Zuge laufender Verhandlungen über Grenzänderungen im Rahmen der Entwicklung des angrenzenden Grubengeländes Duhamel wird thematisiert werden, dass die betroffenen Flächen im entsprechenden Sinne berücksichtigt werde.

Ein Beitrag der IFBV e. V. zur Bürgerinformation.