28.11.2016 12:11

Ostring Fraulautern - neue Bezeichnung: "B 269, OU Saarlouis-Fraulautern mit Anbindung an B 51"- Wie und wann geht es weiter?

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Foto: Cindy Balge

übrige Fotos: IFBV

Diese Frage stellen sich schon seit Jahrzehnten viele Fraulauterner Bürger, die unter den täglichen Verkehrsbelastungen leiden.

Der Stadtteil Saarlouis-Fraulautern liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B405 und L 343 (alte B 51). Ein Verkehrsgutachten der Stadt Saarlouis, 1998 in Auftrag gegeben, hält die Ostumgehung für unerlässlich, da eine Verkehrsreduzierung im Stadtteilzentrum von 70% erforderlich ist.

Schon 1936, im Gesamtbebauungsplan des Stadtverbandes Saarlouis und Umgebung, fordert der Kölner Baudirektor Wilhelm Arntz erstmals die östliche Umgehungsstraße für Fraulautern. Ohne diese Umgehungsstraße sind chaotische Verkehrsprobleme zu erwarten.

Verkehrskreisel wird gebaut:

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus der Kreisstadt Saarlouis wurde der Plan für den Bau des Verkehrskreisels am Ostring/Saarbrücker Straße vorgestellt.
Der Bau des Verkehrskreisels am M-Center ist ein Teil der Verkehrsmaßnahme  "Ortsumgehung Fraulautern mit der Anbindung an B 51 neu".

Oberbürgermeister Roland Henz, Staatssekretär Jürgen Barke und der Chef des Landesbetriebs für Straßenbau, Michael Hoppstädter, stellten das Projekt detailliert vor. Unter den Anwesenden waren auch zwei Vertreter der IFBV - Interessengemeinschaft Fraulauterner Bürger und Vereine e.V.
Mit dem Bau des Verkehrskreisels soll im Frühjahr 2017 begonnen werden. Die Baukosten betragen 411.000 Euro, von denen das Land 70 % übernimmt. Auf die Kreisstadt Saarlouis entfallen somit rd. 30.000 Euro.
Erklärtes Ziel der Kreisstadt ist es, die Anlieger der Hülzweiler- und Ulanenstraße vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Daher wird mit der Fertigstellung des Kreisverkehrsplatzes die Verkehrsführung Hülzweilerstraße/Ostring dahingehend geändert, dass eine abknickende Vorfahrt ausgeschildert wird. Der Ampeltakt an der Einmündung der Ulanenstraße in die Saarbrücker Straße wird dann dahingehend geändert, dass die Dauer der Grünphase aus der Ulanenstraße kommend stark reduziert wird. Der Durchgangsverkehr von Hülzweiler kommend und umgekehrt soll so angehalten werden, der  neuen Verkehrsführung zu folgen.
Die Vertreter der IFBV machten nochmals deutlich, dass die nächsten Verkehrsmaßnahmen die Fertigstellung des  Ostringes mit der Anbindung an die B 51 Neu sein müssten. Alternativrouten für die Weiterführung des Ostringes wurden seitens der Stadt anhand von Plänen aufgezeigt, die auf ihre Machbarkeit geprüft werden.
Zwischen der Provinzialstraße/Ensdorf  in Höhe Lauternweg und der B 51 Neu besteht ein Höhenunterschied von ca. 0,50 m. Der Lauternweg unterquert dort die Eisenbahnlinie. Hier wird geprüft, ob an dieser Stelle eine machbare und finanzierbare Anbindung an die B 51 Neu erfolgen kann.
Der Oberbürgermeister Roland Henz führte abschließend aus, dass die Maßnahme Verkehrskreisel nicht nur für die Stadt Saarlouis und die Gemeinde Ensdorf eine Verkehrsentlastung bringen, sondern auch für das Gewerbegebiet Duhamel ebenfalls von Vorteil sein wird.
Die Verbindung der beiden Autobahnen A 6 und A 620 über den Ostring und die B 51 Neu sollte von der Stadt Saarlouis weiterhin mit Nachdruck vertreten werden, damit die Stadt Saarlouis, nicht wie bereits 1936 geschildert, im Verkehrschaos erstickt.
Beitrag der IFBV/NZ